Alkohol – Verbot öffentlichen Konsums
Webradio hat seine Vorteile: ich (Petra) kann auf der anderen Seite der Welt an meinem Bericht über die 15 Gründe warum Geschäfte scheitern schreiben und dabei deutsches Radio hören.
Bei dieser Gelegenheit habe ich eine Diskussion mitbekommen, in der es um das Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ging. Ursache für Erörterung war Vandalismus und Randalismus inklusive vermehrter Beschwerden wegen Belästigung duch “öffentliches Urinieren”.
Es gab Meinungen für und gegen das Verbot, mit einer deutlichen Tendenz öffentlichen Alkoholkonsum zu verbieten.
Hier in Australien besteht schon seit Jahren ein solches Verbot. Ursache und hauptsächlicer Auslöser dafür sind die Aborigines, beziehungsweise das Verhalten derer, die dem Alkohol mehr zugeneigt sind als gut für sie ist.
Um die negativen Auswirkungen die mit zu viel Alkoholkunsum unweigerlich verbunden sind wenigstens etwas in den Griff zu bekommen, wurden hier strikte Regeln eingeführt.
Alkohol darf in Australien nur in lizensierten Gaststätten, Restaurants und Hotels konsumiert werden. Es gibt speziell ausgewiesene Plätze außerhalb derer der “Genuss” von Alkohol strikt verboten ist. Dazu gehört zum Beispiel auch der Strand, jeder Park oder die Straße.
Glücklicherweise sagt niemand etwas zu “diszipliniertem” Verzehr, was bedeutet dass Wein oder Bier im ‘Esky’ (Australisch für Kühltasche) transportiert und aufbewahrt wird und die leeren Flaschen gesittet entsorgt werden.
Da ich selbst keinen Alkohol trinke, bin ich durch ein Drinkverbot in keinster Weise eingeschränkt. Auch die häufigen regelmäßigen Polizeikontrollen, speziell Freitagmittag und nachmittags – um ‘beer-o’clock’ – betreffen mich nicht. Genauso wenig wie die Promillegrenze oder die horenden Preise, die man für Alkohol bezahlen muss, was möglicherweise der Grund für das hier so bekannte ‘BYO’ – bring your own – ist.
Allerdings finde ich es sehr angenehm, nicht überall über zerbrochene Flaschen zu stolpern. Und bei der Menge die hier konsumiert wird, wäre das wohl wesentlich mehr, gäbe es nicht die Regelung der strikten Lizenzen und Einschränkung der speziell ausgewiesenen Plätze. Was allerdings nicht heißt, dass hin und wieder doch mal eine Scherbe am Strand auftaucht – leider.

